Recruiting Trend Personal finden

Vom Bewerbungsprozess bis
zum "War for Talents"

Wie sieht modernes Recruiting im Jahr 2019 aus?

Recruiting Trends 2019

Auch im Jahr 2019 setzt sich der Wandel in der HR-Welt fort. Vor allem der Fachkräftemangel und die Digitalisierung sorgen für Veränderungen im Recruiting, wodurch neue Strategien, Prozesse und Tools Einzug in Unternehmen erhalten.

Wo früher große Konzerne durch eine breit aufgestellte HR-Abteilung und große Budgets einen klaren Wettbewerbsvorteil hatten, sind es jetzt eher Start-Ups und Unternehmen aus dem Mittelstand, die sich durch dynamische und digitale Lösungsansätze von der Masse abheben und erfolgreich neue Wege im Recruiting gehen können.

Auch wenn diese Strategien in Innovation, Aufwand und Umsetzung sehr variieren, kann man dennoch einige Trends feststellen.

01.01.19

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1. Modernes Recruiting ist einfach

 

Die Bewerbung im Wandel

Dass die klassische Papierbewerbung ausgedient hat, ist inzwischen weitgehend bekannt und zeigt sich auch an den Präferenzen von Personalverantwortlichen: So ist die Bewerbung auf Papier nur noch von 6% der deutschen Unternehmen gewünscht, während sich 94% eine Bewerbung über ein Formular oder per E-Mail wünschen. (Quelle: Statista)

Die sogenannte vereinfachte Bewerbungen oder auch Kurzbewerbung reduziert die erforderlichen Dokumente auf Lebenslauf und Zeugnisse, das klassische Anschreiben fällt weg.
Zum einen soll dadurch die Schwelle für potentielle Bewerber gesenkt werden, zum anderen sind sich führende Personaler einig, dass die Motivation der Bewerber sehr gut in einem persönlichen Gespräch erkannt werden kann.

21.12.19

 

One-Click-Bewerbungen

Noch einen Schritt weiter gehen sogenannte One-Click-Bewerbungen. Nach einer Anmeldung im Bewerbermanagement-System des Unternehmens gibt der Kandidat seine wichtigsten Daten ein, lädt einen Lebenslauf hoch und verknüpft die Berwebung mit seinem Profil in einem Business-Netzwerk wie Xing oder LinkedIn. Innerhalb von wenigen Minuten können diese Informationen angelegt und abgeschickt werden.

Auf ein unkompliziertes Verfahren setzt auch die App truffls, die mit dem Slogan "Wie Tinder für Jobs" für seine Funktion wirbt. Das Prinzip des Berliner Start-Ups ist in der Tat sehr einfach: Dem Nutzer werden aufgrund seiner Erfahrung, seiner Skills und Anforderungen passende Unternehmen angezeigt, denen er wie in der populären Dating-App per Swipe nach links oder rechts Interesse oder Ablehnung kommunizieren kann. Der Ball liegt somit beim Arbeitgeber, der wiederum das Interesse erwidern kann. Nach diesem Matching können beide Seiten miteinander in Kontakt treten, detailliertere Informationen austauschen oder einen Termin für ein Job-Interview vereinbaren.

08.01.2019

2. Modernes Recruiting ist arbeitnehmerorientiert

Der War for Talents ist voll im Gange

Befeuert vom Fachkräftemängel ist der Arbeitgebermarkt in den letzten Jahren branchenübergreifend dem Arbeitnehmermarkt gewichen: Nicht mehr der Kandidat bewirbt sich bei einem für ihn interessanten Arbeitgeber, sondern Unternehmen buhlen um die Aufmerksamkeit von potentiellen Arbeitnehmern.

Gerade für traditionelle Unternehmen, denen jahrzehntelang Bewerbungen ins Haus gespült wurden, bedeuetet das einen gravierenden Einschnitt. HR-Abteilungen müssen aufgebaut, die Arbeitnehmermarke entwickelt und Bewerbungsprozesse für Kandidaten attraktiv gemacht werden, alles unter dem massiven Druck von vakanten Stellen und Mitbewerbern, die durch Flexibilität und einem ausgeprägten Innovationswille schon einige Schritte weiter sind.

Daher haben moderne und dynamische Unternehmen im sogenannten War for Talents zur Zeit die Nase vorn. Darauf ausruhen können Sie sich jedoch beileibe nicht, denn auch in 2019 werden sich innovative Ansätze und neue Prozesse immer weiter ausbreiten, die Unternehmen arbeitnehmerorientierter und somit attraktiver auf dem Arbeitsmarkt machen.

07.01.19

 

Candidate Experience: Mit gutem Gewissen.

Die Candidate Experience beschreibt die Erfahrungen und Eindrücke, die potentielle Mitarbeiter von einem Unternehmen während des Bewerbungsprozesses erhalten.

Ziel ist es, dass die Bewerber ein positives Bild vom Unternehmen gewinnen, unabhängig davon, ob am Ende eine Anstellung zustande kommt oder nicht. Dieses positive Bewerbungserlebnis schafft nicht nur die Grundlage für eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Arbeitgeber und neuem Arbeitnehmer. Es hilft auch, ein Netzwerk von potentiellen Kandidaten aufbauen, die zum jetzigen Zeitpunkt aufgrund unterschiedlicher Faktoren (von beiden Seiten) nicht eingestellt werden können, in der Zukunft durch den positiven Eindruck jedoch weiter offen für eine Anstellung im Unternehmen sind.

08.01.19

3. Modernes Recruiting setzt auf Bauchgefühl

KI künstliche Intelligenz Bild Recruiting

Emotionale vs. Künstliche Intelligenz

Recruitingprozesse werden immer digitaler und somit datenbasierter. Inzwischen setzen große Unternehmen eine Vielzahl an aufwändigen Tools ein, um potentielle Mitarbeiter mit der richtigen Ausbildung, dem passenden Skillset oder der erfolrderlichen Erfahrung in Geschäftsbereichen zu finden. In einigen Jahren wird künstliche Intelligenz hierfür eine entscheidender Faktor sein, der Personalern das Kategorisieren von Kandidaten und Bewerbern sehr vereinfacht.

Doch entgegen dieser Entwicklung stellen immer mehr Personalverantwortliche heraus, dass emotionale Intelligenz am Ende doch entscheidend für die erfolgreiche Besetzung einer Stelle ist und der "Faktor Mensch" durch diese Tools nicht abgebildet werden können, sondern nur im persönlichen Kontakt festgestellt werden können.

01.01.19

4. Modernes Recruiting ist nachhaltig

Talent Trichter Recruiting Bild 08.01.19

Talente entdecken und binden

Es reicht Unternehmen nicht länger aus, nur dann nach geeigneten Kandidaten für eine Stelle zu suchen, wenn diese vakant ist und besetzt werden muss. Trendbegriffe wie Talent Relationship Management und Talent Pipelining sind nicht umsonst in HR-Kreisen im Umlauf, sondern zeugen von der Wichtigkeit, langfristig nach potentiellen Mitarbeitern Ausschau zu halten und eine Verbindung herzustellen, bevor eine konkrete Stelle besetzt werden muss oder der Kandidat ernsthaft auf der Suche nach einer neuen Karrieremöglichkeit ist.

07.01.19

 

Die Bedeutung von Employer Branding

Will ein Unternehmen langfristig für Talente attraktiv sein, ist der erste Schritt, sich über Employer Branding Gedanken zu machen. Während auf die Außendarstellung gegenüber potentiellen Kunden heutzutage großen Wert gelegt wird, lässt sich die selbe Entwicklung inzwischen auch bei der Arbeitgebermarke feststellen: Unternehmen investieren in die adequate Präsentation als Arbeitgebermarke, um so neue Mitarbeiter von Ihren Vorteilen zu überzeugen. Kandidaten sind heutzutage sehr viel sensibler für weiche Faktoren fernab des monatlichen Gehalts oder Urlaubstage. Stattdessen hat eine ausgewogene Work-Life-Balance und das Unternehmensklima an viel größerer Bedeutung gewonnen. Der sogenannte Cultural Fit soll hierbei für Unternehmen und Bewerber gleichermaßen feststellen, ob eine Überschneidung der Werte und Vorstellungen von Unternehmenskultur besteht.

08.01.19

Das war der Artikel "Recruiting Trends 2019".

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